Samstag, 24. Oktober 2015

Im Alter nach vorne zu leben ist nicht einfach.

Denn wir wissen, dass ganz vorne das Ende unseres Lebens liegt. Und auf das hin müssen wir leben wollen, wenn wir nach vorne leben. Wer das Ende des eigenen Lebens nicht in den Blick nehmen will, wird mit zunehmendem Alter nicht nach vorne, sondern nach hinten leben.
Das heißt: rückwärtsgewandt, also in der Vergangenheit.
Wer in der Vergangenheit leben will, braucht seine Erinnerungen. Aber auch die Erinnerungen finden immer nur jetzt, also in der Gegenwart statt. Und diese Gegenwart mischt sich in die Erinnerungen ein, so oder so oder so. Genauso mischt sie sich auch in die Zukunftsvision ein, die wir entwickeln, wenn wir nach vorne leben. Also ist die Gegenwart immer an allem beteiligt, so oder so oder so.
Wäre es da nicht sinnvoll, sich intensiv um die eigenen Gegenwart zu kümmern?

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