Donnerstag, 12. April 2018

Hajo Schumacher übers Altern

Das Buch, von dem ich hier rede, ist 2014 erschienen, also schon 4 Jahre alt. Keine Ahnung, ob es sich gut oder weniger gut verkauft hat. Ich erinnere mich, dass es mich damals, als Hajo Schumacher  in der Talkshow von Markus Lanz seine neues Buch beworben hat, nicht interessiert hat. Mich hat auch der Titel nicht angesprochen. Restlaufzeit.
Jetzt habe ich mir das Buch gekauft. Online. Gebraucht. Der Versand hat mehr gekostet als das Buch. Eben ist es angekommen, und ich habe gleich reingelesen und... naja, es ist genau das, was ich mir gedacht hatte, was es ist, als ich mich 2014 entschieden hatte, es nicht zu kaufen. Ein Buch eines 50Jährigen übers Alter. Was soll ich als alte Frau damit anfangen?
Warum ich es jetzt dennoch gekauft habe?
Ich schreibe an einem Buch über Gemeinschaftliche Wohnprojekte und erinnere mich sehr genau an diese Sendung mit Schumacher bei Lanz. Beim Zuhören von dem, was Schumacher damals sagte, ist bei mir nämlich ein Funke Inspiration entzündet worden, der dazu geführt hat, dass ich dieses Buch über Gemeinschaftliche Wohnprojekt jetzt mache.
Schumacher erzählte damals, dass der Anlass für sein Buch die Krankheit seiner Mutter gewesen ist und das Unterfangen, für sie einen Platz in einem Pflegeheim zu finden, und seine eigenen Gedanken darüber, wie er sich sein Leben im Alter vorstellt. Unter anderem hat er recherchiert, welche selbstgegründeten, selbstorganisierten und selbstverwalteten Wohnprojekte es gibt. In der Sendung hat er davon geschwärmt, was sich überall im Land tut und unter anderem die Worte gesagt: "... und das alles unterm Radar..."
Das hat bei mir die Inspiration angezündet.
Ich bewege mich seit Jahren im Thema und in Gruppen und habe immer wieder gedacht, es müsste mal jemand über all die verschiedenen Projekte aus der Perspektive derjenigen schreiben, die da am Werk sind, die diese ganze ehrenamtliche Arbeit tun, die Millionen Euro bewegen und neue Formen von Wohnen und Leben entwickeln und, da hatte Schumacher recht, alles unterm Radar. Kaum öffentliche Wahrnehmung, wenig öffentlicher Diskurse, selten allgemeines Interesse.
Ja... jetzt mache ich das eben... und beleuchte gemeinsam mit denen, die am Werk sind, die Szene der Gemeinschaftlichen Wohnprojekte im Land.
Das Buch kommt im oekom Verlag heraus. Aber vorher gibt es noch eine Crowdfunding Aktion. Wenn es soweit ist, melde ich mich hier damit.

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