Mittwoch, 27. Juni 2018

Haltung. Haltung. Haltung.

Aber was ist mit Haltung gemeint? Da ist erstmal die Körperhaltung, die gemeint sein kann. Um die soll es hier aber nicht gehen. Hier geht es um Geisteshaltung. Um Einstellung. Um den Hintergrund, auf dem unser Denken sich entwickelt und unser Verhalten und unser Handeln. Und möglicherweise auch unser Fühlen. Aber da bin ich mir grad nicht sicher, ob Fühlen mit Haltung, mit Geisteshaltung, zu tun hat, oder ob es unabhängig davon geschieht und nur die Interpretation unseres Fühlens von der Haltung bestimmt wird.
Wie kommt Haltung eigentlich zustande? Ich würde sagen, Haltung hat etwas mit Bewusstheit zu tun. Und auch mit der Bereitschaft, Verantwortung für sich und das eigene Denken, Fühlen, Reden und Handeln zu übernehmen. Die Frage ist: wie soll man eine Haltung entwickeln, wenn das eigene Denk-Erlebnis suggeriert, Gedanken kämen einfach so in einem auf und man müsse nehmen, was kommt, weil Gedanken einfach das spiegeln, was ist und was stattfindet. Wer sich sozusagen als Opfer des eigenen Denkens erlebt, dessen Haltung ist eben eine Opfer-Haltung. Und wer sich mit dem Altern schwertut, dessen oder deren Haltung ist auch oft die Haltung, Opfer der Gegebenheiten zu sein.
Altwerden findet ja gegen unseren Willen statt. Würden wir gefragt, würden wir uns gegen Altwerden aber für ein langes Leben entscheiden. Selbst die, die sagen würden, okay, ich bin einverstanden, irgendwann zu sterben, würden sagen, dass sie sterben möchten ohne alt werden zu müssen, wobei sie aber lange leben wollen.
Ich will auch lange leben. Ich nehme Altwerden in Kauf, weil ich es nicht ändern kann. Und was ich nicht ändern kann, damit finde ich mich ab und mache das beste draus. Wie mit dem Wetter. Ich passe mich an. Ich nehme einen Schirm mit oder ziehe Sandalen an, je nach dem. So mache ich das auch mit dem Alter. Diese Einstellung ist Teil meiner Lebens-Haltung.

Kommentare :

  1. Hätten wir ein anderes, besseres Altersbild, würden wir uns gegen das Altern nicht wehren müssen. Ich fang mal an : 1.Ich bin schlauer als vor 40 Jahren. 2.Ich bin gelassener als vor 40 Jahren. 3. Ich bin eine bessere Zuhörerin als vor 40 Jahren.4. Ich bin kreativer und mutiger... Ihr wisst schon...

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  2. Übrigens zu dem Thema gibt es auf meinem Blog www.brivommeer.wordpress.com die Reihe "Das beste Alter ist jetzt"

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